Thailand foltert Elefantenbabys für Touristen
Peta deckt auf

(Link zu den Seiten bei Peta und den Videos - nichts für Kinder!)


In Thailand befinden sich ca. 3800 der schätzungsweise 5000 vom Aussterben bedrohten asiatischen Elefanten in privaten Händen. Die meisten werden in Elefantencamps als Touristenattraktion benutzt, wo sie gezwungen werden, Zirkuskunststücke aufzuführen und die Touristen auf sich reiten zu lassen. PETA hat die grauenhafte Folter aufgedeckt, die in Thailands geheimen "Trainingscamps" zum Alltag gehört. Noch nicht entwöhnte Babyelefanten werden buchstäblich tretend und schreiend von ihren Müttern weggeschleift. Sie werden tagelang bewegungsunfähig gemacht, gnadenlos geprügelt und mit Nägeln traktiert. Die ritualisierten "Trainingsstunden" hinterlassen schwer verletzte, traumatisierte und sogar tote Elefanten.

In einem Dorf tief im Dschungel von Thailand wird einem Babyelefanten ein Stück Obst angeboten. In Gefangenschaft geboren, lebt sie, seit sie vor erst zwei Jahren auf die Welt gekommen ist, bei Elefantentrainern, Mahouts, in ihrem Dorf. Sie vertraut den Dorfbewohnern, den einzigen Menschen, die sie je gekannt hat.

Vorsichtig greift sie mit ihrem winzigen, faltigen, grauen Rüssel nach dem Obst. Ihre großen runden Füße am Ende ihrer vier stämmigen Elefantenbeinchen bewegen sich sanft über die Erde. Das Obst wird ihr außer Reichweite hingehalten, so dass sie gezwungen ist, sich vorwärts zu bewegen, ohne zu bemerken, dass jeder Schritt sie dem ultimativen Verrat und sieben Tagen Folter näher bringt, die sie bis ins Innerste erschüttern werden.

 

Sie befindet sich noch im Wachstum und ist nicht viel größer als die Dorfbewohner, die verstohlen einen Kreis um sie gebildet haben. Als sie einen Schritt nach vorn macht, werfen ihr plötzlich zwei Männer ein dickes, schweres Seil als Schlinge den Hals. Verwirrt versucht sie, sich aus der Schlinge zu ziehen, doch es ist zu spät, die Falle ist zugeschnappt, und es gibt kein Entkommen.

Die Dorfbewohner drängeln, um ihrem peitschenden Rüssel und ihren panikartigen Fluchtversuchen zu entgehen. Sie schreit vor Angst, doch ihre Rufe bleiben unerhört - ihre traumatisierte Mutter wurde in Erwartung dieses Tages aus dem Dorf weggeschafft. Sie ist stark, doch sie ist machtlos gegen die Dutzenden von Dorfbewohnern, die mit aller Kraft die Schlinge fester ziehen, die sich immer tiefer in das empfindliche Fleisch ihres Halses schneidet.

 

Über dem Dorf liegt eine feierliche Stimmung, als der Babyelefant, unfähig, sich in irgendeine Richtung zu bewegen, auf sein Schicksal wartet. Junge und Alte kommen, um das vor ihnen liegende Spektakel zu beobachten und mit dabei zu sein.

 

Eines nach dem anderen werden ihr zusätzliche Seile und Stahlkabel um den Bauch, die Beine und die Füße gewickelt - selbst ihr Schwanz wird festgebunden. Verzweifelt und erfolglos versucht sie, ihre Peiniger abzuwehren, indem sie mit ihrem Rüssel die Seile weg stößt und sich mit ihm gegen die schmerzhaften Schläge zu schützen versucht. Doch es gibt keine Gnade. Ihr Rüssel und die empfindliche Haut zwischen ihren Zehennägeln werden mit Knüppeln geschlagen und mit Stöcken durchbohrt, die mit spitzen Nägeln besetzt sind, und in die Gehörgänge werden ihr Nägel gestochen.

Gefesselt und erschöpft kann sie nicht länger stehen. Ihre Beine geben nach, so dass sie gezwungen ist, in den Seilen zu hängen, die ihren Hals ein schnüren und um ihren Bauch gewickelt sind, oder an den Seiten des Käfigs zusammenzubrechen. Ein Stoß in die Rippen zwingt sie für einen Moment wieder auf die Beine.

 

Einer der Dorfälteren klettert auf sie und setzt sich rittlings auf ihren Nacken. Er hält einen Stock in der Hand, an dem eine lange, gebogene und spitze Klinge angebracht ist. Auf Thai lässt er dem Babyelefanten die Botschaft zukommen: "Denk daran, wenn du dich uns nicht widersetzt, dann verletzen wir dich nicht." Er hebt die Klinge, spuckt darauf und versenkt sie in ihrem Kopf, direkt zwischen ihre Ohren. Jedes Mal, wenn er die Klinge in ihren Kopf schlägt, hat er Mühe, sie wieder aus ihrem gequälten und blutigen Fleisch herauszuziehen. Später wird festgestellt, dass sie ihr Gehör verloren hat, sehr wahrscheinlich als Folge der sadistischen Lektion dieses Mannes.

 

Der Mann steigt ab, und zwei junge Männer nehmen seinen Platz ein. Sie sitzen lässig auf ihrem Rücken, einer raucht eine Zigarette. Nach der Zigarettenpause treibt der Mann leidenschaftlich das spitze Ende eines Stockes in die Wunde in ihrem Kopf, die der Dorfältere dort hinterlassen hat. Sie brüllt in unausweichlicher Qual, hebt ihren Kopf in dem nutzlosen Versuch, dieses Schmerzinstrument abzuschütteln.

 

Dämmerung hat sich über das Dorf gelegt, und durch den Rauch eines Lagerfeuers neben ihrem Käfig lassen ihre Augen die Angst und die Verwirrung eines Babyelefanten erkennen, dessen Welt auf den Kopf gestellt worden ist. Ihre Mutter ist verschwunden, und sie wurde von jenen, denen sie vertraute, gefesselt, geschlagen und missbraucht. Doch ihr Martyrium ist noch lange nicht zu Ende. In den darauffolgenden Tagen werden ihr Futter, Wasser und Schlaf verweigert. In abwechselnden Schichten prügeln die Dorfbewohner sie Tag und Nacht, um sicher zu gehen, dass ihre Unterwerfung absolut und vollkommen ist.

 

Eine Woche später entdecken die Zeugen der Schlägereien sie außerhalb des Dorfes an einem Baum angebunden. Ihre Augen sind zugeschwollen, Blut und Eiter laufen ihre großen, zerrissenen Ohren hinunter, und ihr Körper ist übersät mit offenen Wunden. Bildbeweise von anderen Babyelefanten in Käfigen mit Durchfallspuren entlang der Rückseite ihrer Beine sind plastische Beweise für den reinen Terror, den sie durchmachen. Für den Rest ihres Lebens werden sie weiter regelmäßig geschlagen, um sie daran zu erinnern, "wer der Boss ist". Einige werden schließlich aus den Qualen dieses unaufhörlichen Missbrauchs ausbrechen und Mahouts und Touristen angreifen und töten.

 

Eine Liste von uns bekannten Vorfällen in Thailand finden Sie hier.

 

Thailands Elefanten, sowohl in freier Wildbahn als auch in Gefangenschaft, sind Opfer der Fremdenverkehrsindustrie in diesem Land. Jedes Baby, dessen Willen gebrochen und das an eines von Thailands mehr als 40 Elefantencamps verkauft wird, bringt zwischen 2000 und 4650 US-Dollar ein. Unter dem Deckmantel des Ökotourismus werden Elefanten gezwungen, Zirkuskunststücke vorzuführen, mit ihrem Rüssel Bilder zu malen und Touristen auf ihnen reiten zu lassen, hauptsächlich aus Großbritannien und Deutschland.

 

Als Ergebnis sind mittellose Dorfbewohner und Wilderer bereit, willens und fähig, mit dieser Babyelefanten-Bonanza Geld einzustreichen. Die drei in diesem Video gezeigten Babyelefanten sind nur ein Bruchteil derjenigen, denen in Dörfern überall in Thailand der Wille gebrochen wird. In nur vier Monaten hat allein dieses Dorf ungefähr zehn Babyelefanten dieser ritualisierten Folter und Quälerei, auch bekannt als "Phaajaan", unterworfen. Phaajaan bedeutet "die Liebe zwischen beiden brechen" (z. B. zwischen Mutter und Baby). Zwar behaupten die Mahouts, sie hätten "nur einen" Elefanten getötet, doch es wird geschätzt, dass die Hälfte aller Elefanten, denen dieser Unterwerfungsprozess angetan wird, nicht überlebt.

In freier Wildbahn töten Wilderer routinemäßig Elefantenmütter, um ihre Jungen zu stehlen und dann ihren Willen zu brechen. Laut offiziellen thailändischen Angaben "müssen die Wilderer die Elefantenmütter töten, weil Elefanten einen starken Mutterinstinkt haben und niemanden in die Nähe ihres Nachwuchses lassen ... Babyelefanten trinken noch bei ihrer Mutter, wenn sie bereits tot ist, und weigern sich, mit der Herde weiterzuziehen." ”

PETA antwortet auf Thailands “Fakten und Zusammenhänge bezüglich der Videoaufnahmen von PETA und Elefanten in Thailand“

 

Wenn Sie PETA’s Video gesehen haben und den Elefanten in Thailand helfen möchten, lesen Sie bitte die folgende Antwort von PETA auf die Stellungnahme der Regierung:

1. Wer misshandelt Babyelefanten auf dem Video von PETA?

WAS DIE REGIERUNG THAILANDS SAGT:
„Die auf dem Video von PETA erkennbare Menschengruppe zählt zu den Karen, einer ethnischen Minderheit, die entlang der Grenze zwischen Thailand und Myanmar lebt. Was den Babyelefanten auf dem gezeigten Video widerfährt, ist gemäß thailändischem Gesetz strafbar. Anstatt die thailändischen Behörden sofort von der Misshandlung in Kenntnis zu setzen, entschied sich PETA, die Misshandlung und Quälerei der jungen Elefanten auf Video aufzunehmen. Allein durch seine Anwesenheit hat sich PETA zum Mitwisser und Mittäter an der Misshandlung und somit strafbar gemacht. Es hat die thailändischen Behörden einige Zeit gekostet, die Gegend zu finden, wo die Babyelefanten, die zwischenzeitlich einer ordnungsgemäßen, medizinischen Betreuung zugeführt wurden, misshandelt wurden. Sollten Sie wütend und traurig über die Bilder des PETA Videos sein, dann halten Sie sich gleichzeitig vor Augen, dass es letztlich PETA war, die bei der Misshandlung anwesend waren und die Torturen, das Leiden und die Misshandlung der Babyelefanten durch Nichteingreifen billigend in Kauf genommen haben.“

Die FAKTEN:
PETA war während des Filmens nicht anwesend. Wir erhielten das Video mehrere Monate, nachdem es gedreht worden war, von einem Informanten. Laut vielen unterschiedlichen Quellen und Organisationen in Thailand zeigt das Video genau das, was überall in Thailand in Elefanten-Trainingscamps getan wird, einschließlich jenen, die von der Regierung selbst unterhalten werden. Wäre dieser Missbrauch nicht dokumentiert worden, dann wären Bemühungen zur Verhinderung der Misshandlung einer noch größeren Zahl von Elefanten nicht möglich. Jeder Versuch der filmenden Personen einzugreifen, hätte einfach zur Folge gehabt, dass sie aus dem Dorf geschafft worden wären, während der Missbrauch weitergegangen wäre, und sie keine Beweise für das Geschehen gehabt hätten. Wenn von offizieller thailändischer Seite aus schon vor langer Zeit dieses ernste Problem des tierquälerischen Trainings behoben worden wäre, dann hätte der Informant es nicht für notwendig gehalten, PETA dieses Video zukommen zu lassen.

2. Entspricht die in dem PETA Video gezeigte Misshandlung junger Elefanten der Wahrheit und ist diese Behandlung typisch für das gesamte Thailand?

WAS DIE REGIERUNG THAILANDS SAGT:
„Man muss nicht allzu weit ausschweifen, um sich hier der Wahrheit zu nähern. Gab es je Hinweise in Thailand für anhaltende, permanente Misshandlung von Elefanten oder anderen Tieren? – Wenn ja, warum mussten die Tierschützer von PETA sich in die abgelegendsten Grenzgebiete, an die thailändisch-burmesische Grenze begeben, um diese Bilder machen zu können? Hätte PETA den Wunsch und die wirklichen Bestrebungen verfolgt, ein ausgewogenes Bild über das Leben der Elefanten in Thailand in der Welt zu verbreiten, dann hätte PETA in jedem Fall auch die zahlreichen staatlichen und auf private Initiative hin errichteten Elefantencamps, die über das gesamte Königreich verteilt liegen, zeigen müssen. Diese Vorgehensweise kann nur so verstanden werden, dass PETA ganz bewusst das Image des thailändischen Staates in Misskredit bringen wollte und sich dafür auf die Suche nach der Misshandlung junger Elefanten in abgelegene Gebiete gemacht hat.“

Die FAKTEN:
Die Regierung Thailands kann nicht behaupten zu wissen, wie weit diese Praktiken verbreitet sind, weil keine Regierungsbehörde die Trainingsstunden der Elefanten überwacht. In einem Artikel der Bangkok Post vom 15. Dezember 2002 heißt es: „Jeder ausgewachsene Elefant in Thailand ist durch die traditionelle Phaa Jaan-Zeremonie gegangen.“ Unter jenen, die willens sind, darüber zu sprechen, besteht überwiegend Übereinstimmung darin, dass das Video dieser „Zeremonie“ exakt die grauenhafte Quälerei veranschaulicht, die routinemäßig und weit verbreitet stattfindet.

3. Besteht eine Notwendigkeit, Elefanten zu domestizieren?

WAS DIE REGIERUNG THAILANDS SAGT:
„Seit Jahrhunderten besteht eine enge Bindung zwischen den Thailändern und ihren Elefanten, die sich u.a. über die verschiedenen Arbeiten, zu denen die Elefanten herangezogen wurden, definiert hat, eine Wechselwirkung in der sich Mensch und Tier aufeinander verlassen konnten.“

Die FAKTEN:
„Domestizierung“ ist ein Euphemismus dafür, Elefanten auf traumatische Art und Weise von ihrer liebevollen Mutter und Familie und ihrem natürlichen Lebensraum wegzureißen und sie zu schlagen, bis sie sich unterwerfen. Die in Thailands grausamen Elefantencamps benutzten Elefanten in Privatbesitz könnten leicht wieder einem natürlicheren Leben zugeführt werden, wenn das Land Reservate schaffen würde, in denen sie frei umherwandern könnten, und seine Bürger davon abhielte, Elefanten durch körperlichen Missbrauch zu dominieren.

4. Warum werden Elefantenjunge von ihren Müttern getrennt?

WAS DIE REGIERUNG THAILANDS SAGT:
“Unter Elefantenexperten besteht die weit verbreitete Überzeugung, das Babyelefanten, vor allem männlichen Geschlechts, ab einem bestimmten Alter gegenüber ihren Müttern aggressiv und gewalttätig werden. Das normale Alter, in dem ein Babyelefant von seiner Mutter getrennt werden kann, beträgt 3 Jahre. In diesem Alter möchten die Jungen normalerweise nicht mehr von ihren Müttern gesäugt werden. Ähnlich wie wir unsere Kinder ab einem bestimmten Alter in den Kindergarten bringen, werden Babyelefanten in ein Elefantencamp gebracht, in dem sie mit gleichaltrigen Elefanten zusammen sind. Hier erlernen die Elefanten zu überleben, aber auch harmonisch mit dem Menschen zusammenzuleben.“

Die FAKTEN:
Dies ist eine der empörendsten Behauptungen von offizieller thailändischer Seite. Elefanten werden heute als intelligente, gefühlvolle, gesellige Tiere gesehen, die außergewöhnlich starke Bande zwischen Müttern und Nachwuchs aufweisen. Im Elephant Studbook (Elefanten-Zuchtbuch), herausgegeben von der American Zoo and Aquarium Association, heißt es: Elefanten sind Herdentiere mit komplexen sozialen Verhaltensweisen. … Der weibliche Nachwuchs bleibt sogar noch bei der Familie, wenn er ausgewachsen ist und selbst Junge bekommt. … Innerhalb der Familie wurden starke soziale Bande und kooperatives Verhalten beobachtet, besonders im Hinblick auf den Schutz und die Führung der Jungen. Die männlichen Tiere verlassen zu Beginn der Pubertät im Alter von 8 bis 10 Jahren ihre Familie.Die gewaltsame Trennung eines Babyelefanten von seiner Mutter ist sowohl für die Mutter als auch für das Baby eine traumatische Erfahrung.

5. Warum werden Haken verwendet?

WAS DIE REGIERUNG THAILANDS SAGT:
“Elefanten sind überaus temperamentvoll und ungehorsam, manchmal sogar sehr aggressiv. Ein Mahout benutzt diesen Haken vor allem, wenn er einen Elefanten ausbildet. Von Anfang an lernt der Elefant, dass ein Haken Schmerzen verursachen kann. Im Verlauf der Zeit wird der Haken mehr und mehr eine symbolische Geste für den Gehorsam des Elefanten gegenüber seines Mahouts, der diesen eigentlich dann auch nur noch selten benutzt. Betreffende Einrichtungen, die Elefanten trainieren, betreiben in Thailand im übrigen gezielte Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet an die Mahouts, in denen diese zur ehrenhaften Ausübung ihres Berufes aufgefordert und wiederum ausgebildet werden.“

Die FAKTEN:
Wie im von PETA freigegebenen Video veranschaulicht, „lernt ein Elefant, dass ein Haken Schmerzen verursachen kann“, wenn er von Mahouts bewegungsunfähig gemacht und schonungslos verprügelt wird, die den spitzen Haken immer wieder in die empfindliche Haut des Elefanten bohren und damit blutige Wunden verursachen. Die scharfen Metallhaken werden regelmäßig benutzt, um dem Elefanten zu zeigen und ihn daran zu erinnern, „wer der Herr ist“. Für Elefanten in Gefangenschaft haben viele Zoos ihre Praktiken modernisiert, indem sie Elefantenhaken und Ketten haben verschwinden lassen und sich stattdessen auf operante Konditionierung und „geschützten Kontakt“ verlegt haben, um mit den Elefanten umzugehen. Bei geschütztem Kontakt werden Elefanten nie dominiert, bestraft oder gezwungen, Kunststücke vorzuführen. Sie lernen ausschließlich durch positive Verstärkung, freiwillig mit routinemäßigen Haltungsprozeduren zu kooperieren.

6. Ist es wahr, dass die thailändische Tourismusindustrie von den Elefantenshows abhängig ist?

WAS DIE REGIERUNG THAILANDS SAGT:
„Thailand ist eines der populärsten Reiseziele weltweit. Das Land ist begnadet mit vielen natürlich gewachsenen, traumhaften Landstrichen, wunderbar begrünten Berghängen, herrlichen Stränden und nicht zuletzt historischen Denkmälern. Thailand ist weltberühmt durch seine effiziente Servicegesellschaft und nicht zuletzt ist das Lächeln der Thais bereits sagenumwoben. Elefantenshows bilden hier nur einen ganz kleinen Teil der boomenden Touristenindustrie in Thailand. Kurz gesagt, die Elefanten brauchen die Tourismusindustrie und nicht die Tourismusindustrie die Elefanten.“

Die FAKTEN:
In einem Artikel der Associated Press vom 5. Februar 2001 wird folgendermaßen über eine fünftätige Konferenz in Bangkok berichtet, an der mehr als 100 Elefantenexperten aus der ganzen Welt teilnahmen: Thailand entwickelt sich als regionale Drehscheibe für Schmuggel, angetrieben von einer steigenden Nachfrage für Elefanten in Tourismus und Bettelei. … Aus den benachbarten Ländern Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam werden Babyelefanten in Thailand eingeschmuggelt. … In freier Wildbahn wurden Kälber ihren Müttern entrissen. Das bringt wahrscheinlich mit sich, die Mutter zuerst zu töten und möglicherweise andere Mitglieder der Herde zu verletzen, die versuchen, dem Kalb zu helfen. Elefantenkälber bringen je nach ihrem Gesundheitszustand 2.000 bis 4.600 Dollar ein. … Die Kälber werden trainiert, um in Touristenressorts Zirkuskunststücke vorzuführen, werden dann manchmal verkauft und zum Betteln in den Straßen thailändischer Städte benutzt. … In den vergangenen vier bis fünf Jahren starben in thailändischen Elefantenkliniken mehr als 300 Kälber.Würde Thailands Tourismusindustrie Elefanten nicht aus finanziellem Interesse ausbeuten, dann bestünde ganz klar keine Notwendigkeit für illegale Wilderei und Schmuggel. Seit PETA die Kampagne gegen die grausame Behandlung von Elefanten in Thailand lanciert hat, haben wir zahlreiche Beschwerden von Touristen erhalten. Ein Besucher berichtete kürzlich:Was wir an einigen Orten gesehen haben, war schockierend, und die Misshandlung von Elefanten war offensichtlich. Elefanten, die „dienstfrei“ hatten, wurden in glühender Hitze angekettet, ohne jeglichen Schatten. Ein trächtiger Elefant wurde ohne Schatten an einer sehr kurzen Kette gehalten, so dass das Tier sich kaum bewegen konnte. In einem Camp waren wir Augenzeugen der grausamen Prügelei eines Elefanten durch seinen Mahout. Danach blutete das Tier an 4 Wunden auf dem Kopf und einer Wunde am Ohr. In einem anderen Camp hatten viele Tiere frische Wunden an Kopf und/oder Ohren. Wir waren zutiefst schockiert und traurig, als wir sahen, wie die Tiere von ihren Mahouts behandelt wurden.

7. Was wäre eine realistische Lösung?

WAS DIE REGIERUNG THAILANDS SAGT:
„Die Propagandakampagne von PETA bringt Thailand in Misskredit durch die Verbreitung von Bildern, auf denen die Misshandlung von Babyelefanten gezeigt wird, die auf der einen Seite Touristen von Reisen nach Thailand und auf der anderen Seite vom Kauf thailändischer Produkte abhalten sollen. PETA sollte eigentlich wissen, dass das Problem nur durch ein gemeinsames Verständnis der Situation und in Zusammenarbeit gelöst werden kann. Seit Jahrhunderten sind Elefanten in Thailand nationales Symbol. Thailand kann auf internationale Erfolge beim Schutz der Elefanten verweisen. Die Organisation der Forstindustrie (FIO), das Ministerium für Landwirtschaft und Kooperative wurde mit der Schaffung entsprechender Gesetze zum Schutz der Elefanten beauftragt, der sogenannten „Bill on Elephant as National Symbol Act“. Wenn dieses Gesetz in Kraft tritt, wird dem FIO die Verantwortung für den Schutz und das Wohlergehen der Elefanten übertragen. Das beinhaltet u.a. die Registratur aller Elefanten, ihre Aufzucht, das Ausstellen von Genehmigungen für den Aufbau von Elefantencamps und vor allem wird das Gesetz Handhabe geben, gegen all diejenigen vorgehen zu können, die derzeit aufgrund der rechtlich nicht geklärten Situation für das Misshandeln von Elefanten nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Die involvierten thailändischen Institutionen arbeiten hier im übrigen eng und sehr erfolgreich mit dem „Worldwide Fund for Nature“ und „The Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals“ zusammen. Die RSPCA spendet im Übrigen jährlich 28.000 englische Pfund an eine mobile Elefantenklinik. Wenn Sie wirklich helfen wollen, dann nutzen Sie doch einfach eine dieser Organisationen.

Die FAKTEN:
Wenn Thailand nicht sein anmaßendes Verschleierungsverhalten im Hinblick auf die hochgefährdeten asiatischen Elefanten aufgibt, ist diese Tierart dem Untergang geweiht. Statt sich damit zu befassen, das wirkliche Problem des Elefantenmissbrauchs anzugehen, greifen die thailändischen Vertreter PETA an, verbreiten eklatant falsche Informationen und geben widersprüchliche Stellungnahmen heraus. Die Regierung muss sich dafür einsetzen, grausame Elefantencamps zu schließen. Sowohl die Tourismusindustrie als auch die Elefanten würden davon profitieren, wenn Thailand Nationalparks ähnlich wie in Afrika errichten würde. In diesen Parks könnten die Elefanten frei umherwandern, und die Touristen könnten dafür zahlen, den Park zu betreten, um die Elefanten aus der Entfernung in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, in dem sie leben könnten, wie die Natur es vorgesehen hat. Die Mahouts könnten in den Parks arbeiten, den Touristen das Elefantenverhalten nahe bringen und die Elefanten vor illegaler Wilderei schützen.