Sie interessieren sich für einen süßen kleinen Welpen, der möglichst noch günstig zu haben ist und Papiere sind nicht so wichtig?

Wenn Sie sich wirklich beim nächsten "Markt" über die ach so süßen Hunde freuen und überlegen ob sie einen mitnehmen, denken Sie bitte daran: Wenn Sie den Kleinen kaufen, helfen Sie nicht, sondern schaffen Platz für neue Welpen, weitere arme Hündinnen die in kleinen verdreckten Verschlägen "leben" und Welpen produzieren müssen!
Lesen Sie hier wie viel die Tiere diesen "Menschen" wirklich wert sind:

Hundeschmuggel

 

So brutal ist die Welpenmafia:

Innenministerium: Rassehunde werden zu jung und krank verschachert.  Die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage gibt Aufschluss über die brutalen Praktiken der gierigen Welpenhändler aus dem Osten.
Wien.

Der Fall erschütterte das Land: Am 29. September des Vorjahres stoppten Polizisten auf der Südautobahn bei Loipersdorf einen slowakischen Transporter. An Bord: 137 verstörte Hundebabys, die für Spanien bestimmt gewesen wären. Die Vierbeiner wurden sofort konfisziert und wenig später vom Tierheim Arche Noah in Graz vergeben. ÖSTERREICH half dabei kräftig mit und erreichte, dass die Kleinen gute Plätze fanden.   Schwer krank. Aufgrund dieses Vorfalls stellte nun die Nationalratsabgeord nete Christiane Brunner von den Grünen eine parlamentarische Anfrage zum Thema Hundeschmuggel an die Innenministerin Maria Fekter.

Die Beantwortung gibt Einblick in die skrupellosen Geschäfte der Tiermafia – und wie sie mit ihrer lebenden Ware umgeht. So heißt es zu dem Transport der 137 Welpen: Die Tiere waren viel zu jung für den Transport, keinerlei Versorgung wie Muttermilch wurde mitgeführt, es fehlte an Frischluft, der LKW war völlig desolat, und die Papiere der Tiere waren gefälscht. Dazu kam noch, dass die Welpen trotz offensichtlicher, schwerer Erkrankung in den Laster gepfercht worden waren – der Züchter hatte eine hohe Sterberate in seine Preiskalkulationen eingerechnet.   Tollwut.

Haarsträubend auch, was in der Fekter-Antwort über einen anderen illegalen Welpentransport auf der Westautobahn bei Ybbs (1.11.2008) steht: Die Tiere waren in viel zu kleine Holzkisten gestopft worden und konnten sich kaum rühren. Sie waren weder gefüttert noch getränkt worden und knapp am Verdursten. Papiere fehlten in diesem Fall völlig – und die Junghunde waren auch nicht gegen die gefährliche Tollwut geimpft. Die aus Ungarn kommenden Welpen hätten die hoch ansteckende Krankheit durchaus nach Österreich einschleppen können.   Hunde-Sheriffs. „Jede Impfung kostet die Qualzüchter aus dem Osten Geld, daher verzichten die meisten einfach drauf. Dass viele Welpen nach den Transporten eingehen, ist ihnen egal“, wissen Insider.

Mehr als 150 illegale Hundetransporte rollen jährlich durch das Bundesgebiet. Gestoppt werden weniger als ein Dutzend. Grund genug für Salzburger Tierschützer, nun darüber nachzudenken, im Kampf gegen die Schmuggler eine Privatpolizei zu gründen: „Die Behörden schreiten viel zu selten ein.“ (Markus Hofer)

Q: ÖSTERREICH (Print), 18.01.09; Seite 14