Circus Krone wegen Tierquälerei verurteilt
http://www.peta.de/zirkus/sensation_in_darmstadt_circus_krone.2040.html
Tierrechtsorganisation PETA war als Prozessbeobachter beim Amtsgericht Darmstadt vertreten:

Stand: 10. Februar 2009

Kontakt: Dr. Edmund Haferbeck, 0171-4317387

Darmstadt/Gerlingen – Heute fand vor dem Amtsgericht Darmstadt der Prozess gegen Christel Sembach-Krone, Inhaberin des Circus Krone, statt. Verhandelt wurde, weil das Veterinäramt Darmstadt bereits im November 2006 einen Bußgeldbescheid wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ausstellte. Das Gericht hat nun Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in zwei Fällen bestätigt und den Zirkus zu zweimal je 500 Euro Strafe verurteilt. Konkret moniert wurde die Pferdehaltung des Circus Krone, sowie die fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten für die Elefanten. Das Gericht bestätigt damit die Anschuldigungen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland, die bereits seit Monaten über die Tierquälerei im Circus Krone informiert. Report Mainz brachte im Dezember letzten Jahres einen ausführlichen Bericht.

PETA kritisiert in diesem Zusammenhang auch das Kreisverwaltungsreferat München, das dem Zirkus über viele Jahre diverse Sondergenehmigungen ausstellte, damit der Zirkus seine Tiere sogar unterhalb der Mindestanforderungen halten konnte. Dies sei mit erheblichen Leiden für die Tiere verbunden gewesen, denn unterhalb dieser Mindestanforderungen sei keine artgerechte Haltung möglich.

Von der Bundesregierung erwarte man endlich das vom Bundesrat 2003 in einer Entschließung und an die Bundesregierung beauftragte Verbot zur Haltung von Wildtieren im Zirkus umzusetzen.

Weitere Informationen über Circus Krone finden Sie auf unserer Homepage unter
www.peta.de/circuskrone

 

Menschenrechte

Circus Krone beschäftigt viele ausländische MitbürgerInnen, vor allem Bulgaren, Marokkaner und auch Mexikaner. Dabei kam Krone auch schon mal mit den Behörden in Konflikt, indem Krone die Tätigkeiten der MitarbeiterInnen vernebelte. „Künstlern und Artisten“ aus Nicht-EU-Ländern konnte nämlich eine Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt werden. Doch als Künstler und Artisten waren diese bei Krone eben nicht beschäftigt, sondern als Stallarbeiter, Zeltaufbauer, Reklamearbeiter, Platzanweiser und Reinigungspersonal.
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof schrieb Krone dann auch – rechtskräftig – nach Aufdeckung der unzutreffenden Arbeitsbezeichnungen ins Stammbuch:
„Der gesetzgeberischen Intension würde es zuwiderlaufen, wenn derartige unqualifizierte Arbeitskräfte aus Billiglohnländern – noch dazu in größerer Zahl – einen Daueraufenthalt im Bundesgebiet erhalten könnten.“

 

Helfen Sie den Tieren!

Mitfühlende Menschen haben dafür gekämpft, dass körperbehinderte Menschen nicht mehr von rücksichtlosen Zirkusdirektoren ausgebeutet und vermarktet werden dürfen. Die Zeit ist längst reif, dies auch für Tiere zu fordern. 2003 hat sich der Deutsche Bundesrat mit überwältigender Mehrheit für ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus ausgesprochen (insbesondere Affen, Elefanten und Bären) und die Bundesregierung beauftragt, eine entsprechende Verordnung zu erlassen, die bis heute auf sich warten lässt. Anders in Nachbarländern wie z.B. Österreich, Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Belgien, Lettland, Estland, Finnland, Dänemark und Schweden, wo das Mitführen von Wildtieren im Zirkus verboten, zumindest aber stark eingeschränkt wurde.