Wieso eigentlich Gnadenhof?

 

Als ich Ende 2006 wieder hier her zog, gab es ein paar Hofkatzen, die noch aus unseren Jugend hier lebten und die mein Pa so liebevoll weiter versorgt hatte!

Schnell kamen die ersten Hühner dazu, denn der alte Stall sollte wieder genutzt werden und wir wollten doch so gerne wieder leckere Eier essen!

Kurze Zeit später landete unverhofft der erste Hund bei uns und es dauert wiederum nicht all zu lange und dann kam ein Lämmchen und kurz danach ein zweites hier auf dem Hof an. Es folgten weitere Hühner, eine Menge mehr Katzen und auch immer wieder Hunde.

Als ich dann auch noch zwei Ziegen aufnahm war es eigentlich schon klar welches „Schicksal“ mein Zuhause haben wird: Es wächst zu einem kleinen privaten Gnadenhof heran! :o)

 

Oft wurde mir geraten doch einen Verein zu gründen, damit wir Spenden sammeln dürfen und eher Menschen finden können, die uns und die Tiere unterstützen möchten!

Aber ganz ehrlich: ich habe in der Vergangenheit mit Tierschutzvereinen zusammen gearbeitet, bzw. für solche als Pflegestelle usw. Aber da ich meine eigenen Ansichten von Tierschutz, Tierhaltung und Tiervermittlung habe und ich auch keine Lust habe das mit andere Menschen rein reden – schließlich lebe ich hier mit den Tieren und sehe was für  sie gut ist, von der Arbeit die ein eigener Verein macht mal ganz abgesehen – habe ich mich dagegen entschieden!


Wenn ich immer wieder von „wir“ schreibe, meine ich damit meinen Pa, meinen Lebensgefährten und mich – nur damit hier keine Missverständnisse aufkommen! ;o)

Und „wir“ sind auch nicht reich, sondern müssen auch zusehen wie wir zurecht kommen. Daher hoffe ich einfach, das die in der Anfangszeit doch recht vielfältigen Tieraussetzungen hier am Hof nicht wieder vorkommen, denn so etwas ist finanzielle praktisch nicht zu tragen von uns!

Wo wir grad beim Finanziellen sind, hätte ich da noch einen Grund gegen einen Verein vorzubringen: Viel zu oft lese und höre ich, das den Tieren nicht geholfen werden kann, weil der Verein kein Geld hat, aber die Privatpersonen die hinter diesen Vereinen stehen, haben nicht all zu selten genug privates Geld, was aber ja kein Vereinsgeld ist.

Ich habe keine Ahnung, ob es schwierig ist als Vereinsgründer sein privates Geld einfließen zu lassen oder was es sonst für wichtige Gründe gibt, warum es so oft nicht getan wird. Aber bei mir fließt mein gesamtes – bis auf das Nötigste – privates Geld in die Tiere die hier leben und das möchte ich auch nicht ändern! Natürlich habe ich ein separates Konto damit es ersten besser zuzuordnen ist und auch einfach für eine bessere Übersicht, aber das ändert am Gesamten nichts.

Aber ich schweife ab... ;o)

 

Warum ich mein Zuhause nun Gnadenhof betitelt habe, wisst ihr nun. Aber das sagt noch nichts über das eigentliche Thema der Überschrift aus:

Unser Arbeit“

Ich behaupte jetzt einfach mal, das ich eine gute Tierschützerin bin. Ich respektiere andere Tierschützer, ich lebe für die Tiere, bin ehrlich (manchmal zu ehrlich) und versuche zu helfen wo ich kann, auch wenn ich dann manchmal emotional und Kräftemäßig am Abgrund stehe.

Mein Misstrauen in die Menschen ist enorm gewachsen in den letzten Jahren und trotzdem glaube ich noch daran, etwas ändern, etwas bewegen zu können!

Ich habe den tiefen inneren Wunsch das sich irgendwann die Menschen msehen und feststellen werden: Wir sind weder allein noch sind wir allmächtig und auch wenn das viele glauben, stehen wir nicht über allem und dürfen richten wie wir wollen!

Ich habe die unbändige Hoffnung, das ich noch die Zeit erleben werde, wo die Menschen wieder zur Natur zurück finden, feststellen das auch Tiere Gefühle und eine Seele haben und das sie aufhören ihr Verhalten vor sich selbst und anderen mit fadenscheinigen Begründungen zu erklären!

Wir brauchen keine tausende und abertausende Rinder, Schweine, Hühner, Puten usw. in dunklen Ställen zusammenpferchen, wir müssen die Ozeane nicht leer fischen um satt zu werden, wir brauchen keine Delfine um unseren kranken Kindern zu helfen... Ich könnte endlos so weiter machen - und ich könnte die Menschen fragen, warum es sie nicht interessiert woher ihr „schicker“ Pelzmantel kommt, warum sie nicht sehen wollen wie ihr Fleisch, ihre Milch und ihre Eier produziert werden, ob es wirklich der Ritt auf einem Elefanten, oder das Foto mit einem Leopardenjungen im Urlaubsland sein muss...

Und die reichen Menschen würde ich fragen, warum sie nicht mit einem kleinen Teil ihres Geldes etwas Gutes tun – und damit meine ich natürlich nicht nur Umwelt- und Tierschutz sondern auch unsere Kinder!

 

Vor Jahren wurde ich gefragt, ob ich nicht in die Politik gehen möchte, da könnte ich doch etwas verändern! Aber nein, welcher einzelne Politiker kann schon etwas auf dieser Welt verändern? Ich möchte lieber reich sein und damit die Welt ein Stück weit verändern, denn wie jeder weiß: Geld regiert die Welt!!

 

Aber ich schweife schon wieder ab, es tut mir leid! Hier kommt die Kurzfassung:

Ich verstehe unter guter Tierschutzarbeit, dass ich



  1. ehrlich und offen mit Hilfeleistungen umgehe, das jeder einsehen kann welche Ausgaben hier am Hof anfallen und welche Hilfe uns zuteil wird!

  2. nur so viele Tiere aufnehme, wie ich für ihr Wohlergehen sorgen kann, auch wenn das bei den vielen Abgaben schwer ist!

  3. allen Tieren hier am Hof ein liebevolles Zuhause zu bieten, sowie ausreichende medizinische Versorgung, aber ohne dabei das Tierwohl aus den Augen zu verlieren!

  4. versuche das Denken der Menschen zu ändern, das ich aufkläre und Hilfe anbiete wo es geht - und trotz allem die Menschen mit Respekt behandle, egal ob sie mich für verrückt halten oder nicht!

  5. nicht die Augen vor dem Elend verschließe, sondern immer wieder hin sehe, mir immer wieder bewusst mache wie die Welt tickt, wo etwas geändert werden muss, egal ob direkt vor der Haustür oder in fremden Ländern und dabei trotzdem nicht den Boden unter den Füßen zu verliere, sondern realistisch die Dinge betrachte und danach handle!

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Und noch ein kleiner Nachsatz:

Wen es wundert welche verschiedene Themen ich anspreche, und wer meint als Tierschützerin dürfe sie doch solche Themen gar nicht veröffentlichen, dem muss ich sagen: Es tut mir leid das ich nicht dem Schema F des Tierschützers folge!
Ich bin der Meinung das auch Menschen die keine Vegeatierer oder Veganer sind, aufgeklärt werden sollten, ebenso Menschen die bisher der Meinung waren das Leder doch von Rindern unserer Schlachthäuser kommt und von daher nichts schlechtes ist usw. usv.!
Wem das nicht passt den bitte ich höflichst sich von meiner Seite zu entfernen, wer aber der Meinung ist, ich habe Recht in dem ich versuche jede Sparte Mensch auf zu klären, ist herzlich eingeladen auf meiner Seite weiter zu lesen!!