Hunde und Katzen senken Allergierisiko

Ein Artikel von "Hounds & People" - hier zu finden

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass durch den Kontakt zu Hunden Allergien bei Kindern entstehen – bewiesen nun Wissenschaftler des Departements of  Public Health Sciences das Gegenteil.

Die Wissenschaftlerin Genesa Wegienka am Henry Ford Hospital bewies nun, dass sich das Allergierisiko durch den Kontakt zu Hunden und Katzen vielmehr reduziert, wie die Zeitschrift Clinical & Experimental Allergy http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2222.2011.03747.x/abstract berichtet. Kinder die schon als Baby Kontakt zu Hunden und Katzen hatten und mit ihnen aufwuchsen litten später weniger an Allergien, als die die Kinder die von Haustieren fern gehalten wurden.

 

Genesa Wegienkas Team und Kollegen des Medical College of Georgia bezogen sich auf Daten einer grossen durchgeführten Langzeitstudie.

 

An der “Detroit Childhood Allergiy Study“ nahmen Kinder teil die in der Zeit von 1987 – 1989 geboren wurden. Alle Teilnehmer der Studie wurden jedes Jahr befragt und  deren Gesundheitszustand,  sowie die Lebensumstände festgehalten. Auch, wann und wie lange die Kinder mit Hunden und Katzen zusammen lebten, die sich mehr als die Hälfte der Zeit mit ihnen im Haus aufhielten.  Von den 565 Teilnehmern wurden im Alter von 18 Jahren Blutproben abgegeben, die anschließend auf Antikörper gegen Hunde und Katzen Allergene getestet wurden.

 

Das entscheidende Ergebnis der Untersuchung ist: Kinder, die mit Hunden und Katzen in einem Haushalt lebten, erkrankten nicht häufiger an Tier-Allergien, als Kinder die ohne Hunde und Katzen aufwuchsen. Auch stellte sich heraus, wie wichtig die Zeit nach der Geburt für die Entwicklung des Immunsystems ist. Kinder die bereits im ersten Lebensjahr mit einer Katze zusammen lebten, entwickelten später nur halb so oft Allergien gegen Katzenhaar, als Kinder die ohne Katze aufwuchsen.

 

Zu dem Ergebnis dieser Langzeitstudie meint die Ärztin und Biostatistikerin Genesa Wegienkas: “Das Forschungsergebnis beweist, dass die Erfahrungen im ersten Lebensjahr für den Gesundheitszustand im späteren Leben verantwortlich sind und der Kontakt zu Haustieren keine Gesundheitsgefahr für Kinder darstellt!”

 

Jungs profitieren mehr durch den Kontakt zu Hunden als Mädchen.

 

Jungen die in ihrem ersten Lebensjahr Kontakt zu Hunden hatten, erkrankten später 50% weniger an einer Hundehaarallergie. Bei Mädchen machte dies keinen Unterschied, obwohl sie den gleichen frühen Kontakt zu Hunden wie die Jungen hatten. Die Forscher stellen nun Überlegungen an, ob dies daran liegen könnte, dass Mädchen anders mit Hunden umgehen als Jungs.

 

Als nächstes wird das Team von Wegienkas untersuchen, welchen Einfluss der Kontakt zu Haustieren auf das noch nicht entwickelte Immunsystem bei Babys hat. Hierfür möchte sie eine kleinere Zeitspanne, wie den ersten-, sowie die ersten drei Monate von Babys untersuchen. Nach der Geburt ist beim Menschen – wie auch bei den meisten Säugetieren – das Immunsystem noch nicht entwickelt und Anfällig für Keime. In dieser Zeit entwickelt das Immunsystem aber auch durch den Kontakt zur Umwelt schrittweise schützende Antikörper  und Abwehrreaktionen.

 

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